Dächer: leichte Füllung, abgestimmter Aufbau.
Bei Neubau oder Sanierung kann BLC als leichte Füllung unter einem projektspezifisch geplanten Dachsystem untersucht werden.
Mögliche Funktionen des Materials
Höhenausgleich, Hohlraumfüllung und eine thermische Funktion sind mögliche Einsatzfelder. BLC wird anhand der zusätzlichen Masse, der verfügbaren Aufbauhöhe und der Einbaubedingungen bewertet. Gefälle und Abläufe legt die Planung fest; sie ergeben sich nicht allein aus der Fließfähigkeit.
Die tragende Unterkonstruktion nimmt die Lasten auf. Der Dachaufbau ordnet den Schichten ihre Aufgaben zu: Luft- und Dampfführung, Dämmung, gegebenenfalls Trennung, Abdichtung und Schutz. Eine BLC-Füllung ist keine Dachabdichtung.
Zusätzliche Masse: drei Dickenbeispiele
| Beispielhafte Dicke | Trocken | Frisch | Nach Wasserlagerung |
|---|---|---|---|
| 25,4 mm | 14,2 kg/m² | 14,8 kg/m² | 15,9 kg/m² |
| 50,8 mm | 28,4 kg/m² | 29,7 kg/m² | 31,8 kg/m² |
| 100 mm | 55,9 kg/m² | 58,4 kg/m² | 62,6 kg/m² |
Flächenbezogene Masse = Rohdichte × Dicke in Metern. Auf 0,1 kg/m² gerundete Werte aus der BLC-Charge vom 15. Juli 2014: 559 kg/m³ trocken, 584 kg/m³ frisch und 626 kg/m³ nach Wasserlagerung (MTQ-Bericht, PDF-Seite 5).
BLC-Prüfberichte einsehenDie Dicken dienen ausschließlich der Veranschaulichung der Masseberechnung. Sie sind weder vorgeschriebene Mindestdicken noch zulässige Lasten. Die Werte nach Wasserlagerung entsprechen dem Versuch und bestimmen nicht allein die Gebrauchsfeuchte. Weitere Schichten, Wasser, Schnee, Ausrüstung und Bauzustandslasten sind zusätzlich zu berücksichtigen.
Feuchte, Trocknung und Schnittstellen
Anfangsfeuchte, Niederschläge während der Bauarbeiten und Trocknungsbedingungen sind vor dem Schließen des Aufbaus zu berücksichtigen. Die Verträglichkeit mit Abdichtungsbahnen, Klebstoffen und weiteren Komponenten wird mit den Systemverantwortlichen geprüft.
Tiefpunkte, Abläufe, Aufkantungen, Durchdringungen und Wartungszugänge sind zu planen. Die Wärmeleitfähigkeit des trockenen Materials allein bestimmt nicht den Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Daches.
Eine Dachuntersuchung vorbereiten
Benötigt werden Pläne, Zustand der Unterkonstruktion, Flächen, vorgesehene Dicken, Entwässerungshöhen und Zugangsbeschränkungen. Die Planung prüft ständige und vorübergehende Lasten, Verformung, hygrothermisches Verhalten, Brandanforderungen und Schnittstellen.
BLC-Daten bilden einen Ausgangspunkt. Eignungsnachweis, Ausführung und Gewährleistung des Dachsystems sind für den gewählten Aufbau festzulegen.
